Wenn ich nicht rede – hörst du nicht

Warum es meist an uns liegt, wenn Kinder und Hunde „nicht hören“

Es kennt wohl jeder von uns: jemand trödelt und wir wollten eigentlich schon längst los sein. Wir schauen auf die Uhr und plötzlich hängen wir in diesem Teufelskreis aus Hektik, Motzerei und noch vehementerem Getrödel. Und zwar egal ob mit Kind oder Hund (oder Frau J). Ich bin ehrlich: in solchen Momenten mag ich mein nörgelndes Ich selbst nicht.

Folgende Situationen beobachte ich überall, bei uns, bei anderen, und es ist wirklich schwer, dabei gelassen zu bleiben. „Wenn ich nicht rede – hörst du nicht“ weiterlesen

Wenn nichts mehr geht, geh einfach weiter

Manchmal gibt es diese Tage, an denen einfach so viel falsch läuft, dass am Abend alles und jeder zusammenbricht. Der Babysohn ist so übervoll mit Eindrücken, dass das Einschlafstillen überhaupt nicht geht. Währenddessen schleckt der Wuschelhund aus Unausgelastetheit mein Bein und das Bett nass. Und die Wirbelwindtochter wird überwältigt von ihren Gefühlen und weiß nicht wohin mit ihrer Energie. Das sind die Momente, in denen ich merke wie mein Puls durch die Decke geht. Ich hasse diese Tage und ich hasse es, wenn meine große Geduld (manche würden mich da wohl wirklich als Schlaftablette bezeichnen 😜) sich gefährlich dem Ende zu neigt. Aber eines will ich nicht: platzen. Lautwerden. Motzen. Ungerecht sein. Denn sie alle können nichts dafür. Unsere Batterien sind einfach leer. Und sie sind noch so klein. Sie können ihre überquellenden Gefühle nicht runterschlucken. Und das sollen sie auch nicht, was für einen blöden und ungesunden Umgang mit Gefühlen würde ich ihnen denn da beibringen. Also brauchen wir zusammen einen Ausweg. Und das ist der Moment, an dem ich das nass geschleckte Bett betrachte und dem stechenden Blick meines Wuschelhundes zur Leine folge. Für ihr gibt es in diesem Moment nur eine Strategie: Gassi gehen.

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