Wenn nichts mehr geht, geh einfach weiter

Manchmal gibt es diese Tage, an denen einfach so viel falsch läuft, dass am Abend alles und jeder zusammenbricht. Der Babysohn ist so übervoll mit Eindrücken, dass das Einschlafstillen überhaupt nicht geht. Währenddessen schleckt der Wuschelhund aus Unausgelastetheit mein Bein und das Bett nass. Und die Wirbelwindtochter wird überwältigt von ihren Gefühlen und weiß nicht wohin mit ihrer Energie. Das sind die Momente, in denen ich merke wie mein Puls durch die Decke geht. Ich hasse diese Tage und ich hasse es, wenn meine große Geduld (manche würden mich da wohl wirklich als Schlaftablette bezeichnen 😜) sich gefährlich dem Ende zu neigt. Aber eines will ich nicht: platzen. Lautwerden. Motzen. Ungerecht sein. Denn sie alle können nichts dafür. Unsere Batterien sind einfach leer. Und sie sind noch so klein. Sie können ihre überquellenden Gefühle nicht runterschlucken. Und das sollen sie auch nicht, was für einen blöden und ungesunden Umgang mit Gefühlen würde ich ihnen denn da beibringen. Also brauchen wir zusammen einen Ausweg. Und das ist der Moment, an dem ich das nass geschleckte Bett betrachte und dem stechenden Blick meines Wuschelhundes zur Leine folge. Für ihr gibt es in diesem Moment nur eine Strategie: Gassi gehen.

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Ich bin bei dir, die ganze Nacht

Wie unsere Wirbelwindtochter nach fast drei Jahren wieder ins Familienbett zog

Ich liege im Schlafzimmer und stille den Babysohn in den Schlaf. Im Anbaubett lümmelt meine Wirbelwindtochter und schaut leise fern. Normalerweise gehört das Einschlafstillen nur dem Babysohn und mir, während die Wirbelwindtochter und der Papa malen, spielen, toben oder das Haus zerlegen. Aber heute ist es anders, denn der Papa ist bei einem Freund. Also haben wir es uns alle zusammen gemütlich gemacht und der Sohn kann entspannt in den Schlaf begleitet werden. An solchen Tagen und für solche Situationen nehme ich den Luxus eines immer verfügbaren Fernsehers mit entsprechender Auswahl an Kindersendungen gerne und dankend an.
Wie also das bunte Licht über das Gesicht meiner Tochter flimmert und der Atem des Sohnes flacher und regelmäßiger wird, denke ich an unsere Anfangszeit als vierköpfige Familie zurück.

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Über mich – und diesen Blog

Die wichtigen Fragen zuerst:

Was macht diese Frau da eigentlich? Wieso stellt sie das öffentlich? Ist das dieses neue AP-Ding? Unerzogen? Gewaltfreie Erziehung? Oder gleich Erziehung ist Gewalt? Alpha-Wölfe gibt es nicht? Was soll der Mist?

Über mich

Dann mal ein herzliches „Hallo“. Ich heiße Bianca und bin Mama von zwei tollen Kindern, einem Wirbelwind-Mädchen im Kindergartenalter und einem kleinen Babysohn, die Frau eines tollen Mannes und Frauchen des besten Wuschelhundes, den es gibt. Wir leben in einem kleinen alten Häuschen mit weißer Veranda und Wildwuchsgarten, den wir uns mit unseren Hühnern teilen (wenn die mal wieder aus ihrem Freilauf ausgebrochen sind).
Mein Hund, den ich vor einigen Jahren eher spontan aus dem Tierheim geholt habe, weil er mich ausgesucht hat, hat mein Leben verändert. Für ihn habe ich den Job getauscht und habe mich in das Thema artgerechte Hundehaltung eingelesen – nichts ahnend, dass sich diese Idee bald durch mein ganzes Leben ziehen würde. Denn ehrlich gesagt hat sich mit der Geburt unserer Tochter ganz selbstverständlich der Artgerecht-Begriff speziesübergreifend ausgebreitet.

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